„Linksträger“ von Tim Boltz

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imageTim Boltz‘ „Linksträger“ war seit langem mal wieder ein Buch, dass mich wirklich zum Lachen gebracht hat. Jeder Satz ist etwas ausgefallener formuliert, sodass eine besondere und humoristische Sprache entsteht.

Inhaltlich geht es um den dritten Teil einer Reihe um den Protagonisten Robert Süßemilch, der mit den hormonellen Schwankungen seiner Freundin Jana zu kämpfen hat. So beginntt das Buch mit der Szene, dass er um zwei Uhr morgens für sie zur Tankstelle fahren muss, um Gürkchen, Eis, Süßes und was mit Minze zu kaufen.
Als Janas Cousine, die ihr schon immer alles nachmacht, vor ihr heiraten will, beginnt das Abenteuer für Robert erst richtig. Denn nun soll er für Jana herausfinden, ob der Zukünftige ihrer Cousine schwul ist.

Robert durchläuft während des Buches unglaublich viele Passagen, die ihn in tausende von Fettnäpfchen laufen lassen. Die Szenen strotzen nur so vor Zweideutigkeiten, in die Robert immer wieder hineinstolpert, wodurch ein Chaos nach dem anderen ausgelöst wird.

Ich muss sagen, ich habe dieses Buch geliebt und das einzige, was ich daran bereue, es gelesen zu haben, ist, dass ich nun auch die ersten beiden Teile kaufen muss, um herauszufinden, wie alles begann…


„Das Leben ist kein Kindergeburtstag“ von Daniela Nagel

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wpid-wp-1373135136488.jpgAlice, die karriereorientierte Frau mit klaren Vorstellungen von einer Beziehung mit später geplantem Babyglück innerhalb ihrer Karriere, muss ein Buch übers Kinderkriegen schreiben. Leider hat sie praktisch keine Ahnung davon und beschließt deshalb, ihre Nachbarin Eve um Rat zu fragen, von der sie allerdings glaubt, dass sie absolut in ihrer Mutterrolle untergegangen ist. Eve, die Mutter von Drillingen, bietet ihre Hilfe gerne an und findet in dem Kontakt zu Eve ein Stück zu sich selbst wieder.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Erzähltechnisch wechselt die Ich-Perspektive zwischen Alice und Eve hin und her. Einzelne Kapitel gibt es nicht und die Abschnitte der einzelnen Protagonistinnen sind sehr kurz gehalten (meistens 2-3 Seiten), wodurch bei mir ein guter Lesefluss zustande kam. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass dieser Perspektiv-Wechsel manche Leser irritieren könnte, da dieser nicht durch eine Überschrift angekündigt wird. Aber spätestens nach ein paar Abschnitten war ich sehr schnell in der Geschichte drin und konnte mich dementsprechend auch schnell in die Protagonistinnen einfühlen.

Inhaltlich fand ich das Buch isgesamt auch sehr schön, vor allem, weil zwei sehr unterschieldiche Welten aufeinandertreffen, die sich gegenseitig ergänzen. Allerdings haben mir auch ein, zwei Sachen nicht so ganz gefallen. Zum Beispiel, dass Alice so schnell schwanger wird, obwohl sie doch eigentlich die Rolle der Karrierefrau verkörpern soll. Dadurch ist dieser Punkt für mich etwas untergegangen.

Insgesamt hatte ich aber viel Spaß mit dem Buch und hatte es leider viel zu schnell durch.


„Die Rosen von Montevideo“ von Carla Federico

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1045048_10151432615425703_1259438844_n„Die Rosen von Montevideo“ von Carla Federico handelt von Frauen in drei Generationen, die zwischen ihrer Liebe und Ehre entscheiden müssen.
Das Buch startet in Montevideo mit einem kurzen Prolog und darauf folgt das erste von drei Büchern, in welchem die junge Rosa de la Vegas zunächst von ihrem Vater verheiratet werden soll. Dadurch, dass sie beschließt, vor diesem schrecklichen Schicksal zu flüchten, zeichnet sie sich bereits zu Beginn des Buches durch Zähheit und Entschlossenheit aus. Diese Eigenschaften können eigentlich alle Frauen aus den beschriebenen Generationen ihr Eigen nennen, was sich leider nicht immer positiv auf ihr Leben auswirkt.
Mir persönlich hat es eigentlich ganz gut gefallen, dass die Charaktere des Buches nicht immer glatt waren, sondern auch Ecken und Kanten hatten. Auch wenn diese manchmal sehr negativ waren und ich viele Entscheidungen der Figuren nicht nachvollziehen konnte, fand ich es sehr authentisch, dass ihre Entscheidungen nicht immer vernünftig waren.
Die Schauorte des Romans hingegen haben mich sehr enttäuscht. Schon alleine durch das Cover und ganz besonders durch den Prolog hatte ich mir eine exotische Szenerie erhofft, die hauptsächlich in Montevideo spielt. Doch leider befindet der Leser sich bereits auf Seite 75 in Frankfurt und selbst wenn der Schauort wieder nach Montevideo wechselt, hatte ich mir mehr Exotik dort erhofft. Es gibt eine Szene im Dschungel, die ich sehr genossen habe, aber leider konnte diese nicht das gesamte Buch wettmachen.
Insgesamt hat mich das Buch sehr zwiegespalten hinterlassen. Zum einen war ich ein wenigs traurig, als ich es beendet hatte, da ich mich doch sehr an die Figuren gewöhnt hatte und dass sie meine Abende mit mir verbringen. Auf der anderen Seite jedoch war ich ein wenig froh, dass es nun zuende ging, da ich zuletzt Schwierigkeiten hatte, die ganzen Personen auseinanderzuhalten. Innerhalb des gesamten Buches war ich zwar sehr erstaunt, dass die Autorin es geschafft hat, jeden Charakter so zu zeichnen, dass er unverwechselbar ist, zum Ende hin wurden es mir dann insgesamt jedoch zu viele Personen. Hierfür gibt es im Zeifelsfall aber auch ein Namensverzeichnis am Ende des Buches.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch zuende gelesen hätte, wenn ich nicht an einer Leserunde teilgenommen hätte, aber ich bin froh, dass ich das getan habe, weil es auch einprägsame und spannende Szenen gibt, die ich nicht missen möchte.


„Lachmöwen kennen keine Witze“ von Dorthe Landschulz

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wpid-wp-1371202365371.jpg„Lachmöven kennen keine Witze“ von Dorthe Landschulz beinhaltet viele witzige und gut gezeichnete Illustrationen von allen möglichen Tieren, die selbst dem fortgeschrittensten Biologen wahrscheinlich noch nicht unter die Augen getreten sind.
Ich persönlich fand jede einzelne Illustration witzig und natürlich habe ich auch einige Lieblinge. So zum Beispiel die Nackenstarre, das Pubertier und viele andere.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Bch leider etwas kurz ist, sodass der Spaß nicht lange anhält. Aber hierfür gibt es auch einen Hinweis auf die facebook Seite der Autorin „Ein Tag – Ein Tier“, auf der weitere witzige Tiere zu finden sind.


„Siebzehn Silben Ewigkeit“ von Denis Thériault

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imageDieses Buch habe ich, wie man an dem Cover erkennen kann, als Leseexemplar bekommen. Nachdem es nun vier Jahre in meinem Bücherregal stand, konnte ich mich, dank meiner SUB-ABBAU Challenge, endlich dazu aufraffen, dieses Buch zu lesen. Nachdem ich es heute beendet habe ist hier meine Rezension:

Das Buch handelt in nur knapp 150 Seiten von dem Protagonisten Bilodo, der Postbote von Beruf ist und in seiner Freizeit gerne die Briefe von anderen Menschen durchstöbert. Als er eines Tages auf einen Brief einer Frau trifft, der lediglich ein Gedicht enthält, beschließt er, diesen Briefwechseln näher zu verfolgen. Als er jeodch eines tages beobachtet, wie der Brieffreund dieser Frau auf offener Straße stirbt, beschließt Bildodo, dass der Breifwechsel kein Ende nehmen darf…

Zu Beginn des Buches dachte ich, dass es mir nie zusagen wird. Vom Klappentext hatte ich mir viel Spannung in Form eines Verwechslungsromans vorgestellt. Dass ich mich durch zahlreiche Gedichte in Form von Haikus (sie zeichnen sich durch 17 Silben in 3 Zeilen aus) lesen musste, damit hatte ich vorher nicht gerechtnet, vor allem, weil ich nicht besonders viel von Gedichten halte bzw. sie mich meistens nicht berühren.
Allerdings muss ich zugeben, dass das Ende alle Langeweile rausgerissen hat. Ich war extrem überrascht über diese Wendung und hatte mit allem, nur nicht mit diesem Ende gerechnet.
Wer also Gedichte liebt ist mit diesem Buch sehr gut bedient.


„Schwer verliebt“ von Meg Cabot

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imageSo, das erste Buch aus meinem SUB-Stapel habe ich bereits vor einer Woche beendet und hier ist nun meine Rezension dazu:
Auch der zweite Teil aus Meg Cabots „Heather Wells“ Reihe spielt wieder in dem Studentenwohnheim, in dem die Protagonistin Heather arbeitet. Inhaltlich sind einige Parallelen zum ersten Teil auffällig, da auch in diesem Teil wieder der Mord an einer Studentin das Hauptthema ist. Der Unterschied ist jedoch, dass diesmal feststeht, dass es sich um Mord handelt und somit die Polizei offiziell in diesem Fall ermittelt. Trotz wiederholter Aufforderung ihrer Feunde kann Heather es jedoch nicht lassen, heimlich in diesem Fall zu ermitteln, da die Polizei ihrer Meinung nach einiges an Indizien übersieht.
Inhaltlich fand ich diesen Teil, im Vergleich zu dem ersten „Darfs ein bisschen mehr sein“ mindestens genauso gut. Dieser Teil hat mich sogar sprachlich noch etas mer vom Hocker gerissen, da es sowohl sehr flüssig zu lesen war, als auch lustig und spannend. Insgesamt hatte ich bis jetzt sehr viel Spaß mit der „Heather Wells“ Reihe von Meg Cabot und der dritte Teil steht auch bereits in meinem Bücherregal ^^


„Darf’s ein bisschen mehr sein?“ von Meg Cabot

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Dies ist das zweite Buch, das ich von der Autorin Meg Cabot gelesen habe und es wird definitiv nicht mein letztes sein 😉wpid-wp-1369422343294

In diesem Roman geht es um die sympathische Heather Wells, die nun als ehemalige berühmte Pop-Sängerin in einem Studentenwohnheim arbeitet. Der Leser erfährt viel über ihr ehemaliges Leben, als auch über ihre gegenwärtige Situation. Doch kaum arbeitet sie als Assistenz-Direktorin, geschehen zwei Morde in Folge in diesem Wohnheim. Aus berechtigten Gründen glaubt Heather nicht an einen Unfall, womit sie mit dieser Meinung jedoch alleine dasteht. So versucht sie, sowohl andere von ihrer Meinung zu überzeugen, als auch den Mordfall aus eigener Hand zu lösen.

Sowohl die Charaktere, als auch die Schreibweise und vor allem die Handlung haben mir bei diesem Roman sehr gut gefallen. Ganz besonders die Protagonistin ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich werde mich wahrscheinlich schon bald in den zweiten Band „Schwer verliebt“ stürzen 🙂

Der einzige Minuspunkt (und leider gibt es einen…) an diesem Buch ist jedoch, dass mir, im Vergleich zu dem anderen Buch, das ich von der Autorin kenne, der Schreibstil zu Beginn des Buches etwas aufgestoßen ist. Es wollte bei mir kein richtiger Lesefluss aufkommen, da die Sätze für meinen Geschmack merkwürdig formuliert waren. Nachdem ich mich jedoch etwas mit der eigentümlichen Formuliereung befasst hatte, konnte ich mich auch daran gewöhnen 🙂

Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gefallen und ich hatte sehr viel Spaß damit, zusammen mit Heather Wells einen Mordfall zu lösen.


„Göttin in Gummistiefeln“ von Sophie Kinsella

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wpid-wp-1362694082943In Sophie Kinsellas Roman „Göttin in Gummistiefeln“ geht es um eine erfolgreiche Karrierefrau namens Samantha Sweeting. Sie steht kurz vor ihrem großen Traum, Seniorpartnerin in der Rechtskanzlei zu werden, in der sie arbeitet. Als sie eines Tages jedoch erkennen muss, dass sie einen folgenschweren Fehler begangen hat, flüchtet sie in Richtung Bahnhof und setzt sich in den nächsten Zug. Sie landet schließlich in einem Dorf, will in einer naheliegenden Villa nach Kopfschmerztabletten fragen und rutscht dort in ein Vorstellungsgespräch für die Stelle einer Haushälterin rein. Die Besitzer der Villa sind dermaßen begeistert von Samantha, dass sie diese direkt einstellen. Doch das einzige, das Samantha noch nie in ihrem Leben gemacht hat, ist, einen Haushalt zu führen und die erste Aufgabe, einen Toast zu toasten, bringt sie direkt ins Schwitzen…

Insgesamt hatte ich mit diesem Buch von Kinsella einen riesen Spaß. Obwohl es einige Zeit lang in meinem Regal stand und ich mich mit der Thematik nie so richtig anfreunden konnte, habe ich mich dazu beschlossen, diesem Buch eine Chance zu geben, da ich bis jetzt alle Bücher dieser Autorin ausnahmslos mochte. Und auch mit „Göttin in Gummistiefeln“ wurde ich mal wieder nicht enttäuscht. Ich habe stellenweise sogar laut losgelacht, was bei mir bei Büchern eigentlich nur ganz selten vorkommt.

Für ein paar lustige Stunden kann ich dieses heitere Frauenbuch wärmstens empfehlen, auch, wenn einem die Thematik nicht auf Anhieb gefällt 🙂


„Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson

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Immerhin habe ich es schon geschafft, ein Buch aus dieser Liste zu lesen 🙂 Hier ist meine Rezension zu Jonas Jonassons „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“:

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Der Protagonist Allan Karlsson beschließt an dem Tage seines hundertjährigen Geburtstages die für ihn geplante Geburtstagsfeier spontan zu verlassen, indem er durch das Fenster steigt. Daraufhin beginnt für ihn eine Ereigniskette von lustigen Begebenheiten und seine Situation spitzt sich immer mehr zu. So kommt es z.B. dazu, dass er den Koffer eines Drogendealers mitgehen lässt und daraufhin sowohl von der Polizei, als auch von der Drogenbande verfolgt wird. Aufgrund seines Alters und seiner Lebenserfahrung lässt ihn das jedoch relativ kalt und er macht aus der Verfolgungsjagd eine Art Spritztour mit seinen neu gewonnen Freunden.

Mir persönlich hat dieses Buch leider nur bis zur Hälfte gefallen. Die Hauptgeschichte, bei der Allan Karlsson als Hundertjähriger vor der Polizei flüchtet wechselt sich mit den Kapiteln ab, in denen der Protagonist von seiner Vergangenheit erzählt. Diese Kapitel waren zunächst recht interessant, sie tragen jedoch nichts zu der Hauptstory bei und ziehen sich sehr in die Länge. Hierdurch entstand bei mir der Eindruck, als könnte man diese Abschnitte beim Lesen auch weglassen und trotzdem würde man nichts von der Geschichte verpassen. Abgesehen davon nehmen diese Kapitel mit fortlaufender Handlung zahlenmäßig immer mehr Seiten ein, sodass die Hauptgeschichte nur noch als Nebensache dargestellt wird.

Alles in allem hat habe ich das Buch leider, trotz der spannenden ersten Hälfte, zum Schluss nur noch überflogen, da ich, durch die viel zu langen vorgeschichtlichen Passagen, keine Spannung mehr empfunden habe. Die Hauptstory lässt zudem mit Ende des Buches auch immer mehr nach. Für geschichtlich interessierte Leser kann ich dieses Buch jedoch wärmstens empfehlen, da historische Fakten hier des Öfteren auf die Schüppe genommen werden, sodass einiger Stoff zum schmunzeln bleibt 🙂