„Liebe findet uns“ von J.P. Monninger

Posted on

Liebe findet uns

J.P. Monningers „Liebe findet uns“ hat mich zunächst vor allem durch das hübsche Cover überzeugt. Es lässt einen sofort an eine romantische Geschichte denken, in die man gemütlich eintauchen kann.

Inhaltlich geht es um Heather und Jack, die sich auf einer Zugfahrt kennenlernen. Wir lesen das Ganze aus der Sicht von Heather, die mit zwei Freundinnen eine Europatour unternimmt, nachdem alle ihren Abschluss bekommen haben.

Bereits bei dem ersten Treffen fliegen zwischen Heather und Jack die Funken. Die liefern sich einen Schlagabtausch, bei dem man merkt, dass die beiden auf einer Wellenlänge sind. Ab dort entwickelt sich eine Beziehung, bei der sich die beiden nicht mehr voneinander trennen wollen. Bis Jack eines Tages doch verschwindet…

Der letzte Satz schmückt den Klappentext des Buches. Womit wir auch schon bei meinem ersten Kritikpunkt wären. Ich habe diese Tatsache während des Lesens immer im Hinterkopf gehabt und im Grunde ständig darauf gewartet, dass es passiert. Letztendlich verschwindet Jack erst im letzten Viertel des Buches, womit der Klappentext für meinen Geschmack eindeutig zu weit vorgreift.

Was mir an „Liebe findet uns“ aber besonders gefallen hat, war zum einen die Schreibweise. Es liest sich von Beginn an sehr flüssig und die Ausdrucksweise ist einfach angenehm. Auch die Dialoge sind so geschrieben, als würde man die Personen sprechen hören und die ein oder andere Stelle zum Schmunzeln gab es auch („hat Freud gesagt“).

Was viele an dem Buch bemängeln ist, dass die bereisten Orte nicht allzu detailreich beschrieben werden. Das war für mich persönlich gerade das gute, denn so hatte ich nicht das Gefühl, einen Reiseroman in den Händen zu halten, sondern dass der Fokus wirklich auf der Liebesgeschichte lag.

Dennoch muss ich leider eingestehen, dass mir keine der Personen so richtig ans Herz gewachsen ist. Alle blieben für mich auf eine merkwürdige Art stets oberflächlich und auch die vermeintlichen Höhepunkte der Geschichte, die in den zwei Streitereien von Heather und Jack liegen sollten, waren für mich nur schwer nachvollziehbar, weil sie sich an unnötigen Dingen hochgezogen haben, sodass mir diese als erzwungene Höhepunkte erschienen sind, die genauso schnell wieder vergessen waren, wie sie aufgetreten sind.

Zuletzt muss ich mich noch zu dem Ende äußern. Dass es relativ kurz gehalten war, fand ich eigentlich ganz gut. Für mich haben sich alle Fragen geklärt und es war auch noch ein wenig Spielraum für Überlegungen. Was mich allerdings enorm gestört hat, war die Vorhersehbarkeit des Ganzen. Die vermeintliche Wendung am Ende wurde für mich schon in einer vorherigen Szene so sichtbar angedeutet, dass das Ende für mich vorhersehbar war und mich auch überhaupt nicht mehr überraschen konnte.

Alles in allem ist „Liebe findet uns“ für mich zwar eine nette Liebesgeschichte, die sich auch nach und nach entwickelt und auch vom Schreibstil her wirklich überzeugt. Durch die Vorhersehbarkeit und die Oberflächlichkeit der Charaktere fehlt mir aber letztendlich das gewisse Etwas, sodass das Buch von mir 3 von 5 Sterne bekommt.

***Nagellack

Vielen Dank nochmal an das Lovelybooks-Team, das mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt hat. Zudem habe ich drei tolle Extras bekommen, die mir das Buchpaket noch ein wenig versüßt haben. Dabei waren nämlich ein Nagellack, eine Wimperntusche und ein Lippenstift von BeYu, die alle optisch auch super zu dem Cover des Buches passen.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.