Weihnachtszeit ist Lesezeit

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Zur Weihnachtszeit spalten sich die (Lese-)Geister. Die einen können Weihnachtsbüchern absolut nichts abgewinnen und die anderen lesen zum Ende des Jahres nichts anderes mehr. Ich gehöre definitiv zu der zweiten Fraktion. Aber ich glaube in einem sind wir uns alle einig: Weihnachtszeit bedeutet Lesezeit. Wenn es draußen kalt und dunkel ist, gibt es nichts besseres, als sich mit einem guten Buch in eine warme Decke einzumuckeln, einen Tee zu trinken und bei Kerzenschein zu lesen.

 

Da ich zur Vorweihnachtszeit sehr gerne Weihnachtsbücher lese, habe ich mir dieses Jahr noch vorgenommen, bis Weihnachten zu ebendiesen Büchern zu greifen. Hierfür habe ich mir ein Buch vorgenommen, das schon ewig in meinem Bücherregal rumlungert und ich habe einen Neuzugang… Beide Kategorien möchte ich euch hier die nächsten Tage vorstellen.

 

o_du_moerderischeAls erstes habe ich Anne Georges „O du Mörderische“ gelesen. Dieses Buch steht schon mindestens fünf Jahre in meinem Bücherregal, wenn nicht noch länger. Ich habe es damals, als ich es mir gekauft habe, angefangen zu lesen, aber ich wurde nicht richtig warm damit. Im Prinzip handelt es sich bei diesem Buch um einen zweiten Teil, den ersten gibt es jedoch nur auf Englisch. Ich habe das damals beim Lesen gemerkt, denn es tauchen sehr viele Namen auf, die wahrscheinlich im ersten Teil eingeführt werden. Als ich nun aber wieder zu diesem Buch gegriffen habe, habe ich das nicht mehr als ganz so schlimm empfunden. Vielleicht, weil ich bereits darauf vorbereitet war…

Inhaltlich geht es um zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein können. Dennoch ist jede auf ihre Art liebenswert. Der Leser betrachtet das Geschehen aus der Sicht einer der beiden Schwestern, was mich zu Beginn etwas verwirrt hat, worüber ich später aber eigentlich ganz glücklich war. Dadurch kommen wir nämlich Patricia Anne sehr viel näher als ihrer Schwester Mary Alice, wodurch eine Verwechslungsgefahr ausgeschlossen bleibt. Im Prinzip sind die beiden Charaktere aber auch gut gezeichnet, sodass die beiden sowieso nicht zu verwechseln waren.

Als die beiden Schwestern die Weihnachtsparty einer Galerie besuchen, um endlich den Weihnachtseinkauf zu beginnen, machen sie u.a. Bekanntschaft mit der Galeristin. Am nächsten Tag müssen die beiden jedoch in den Nachrichten hören, dass diese noch am selben Abend gestorben ist. Die Schwestern wollen nicht an einen natürlichen Tod glauben, weshalb sie beginnen, auf eigene Faust zu ermitteln…

Leider konnte mich dieses Buch insgesamt nicht so wirklich begeistern. Ich mochte die beiden Schwestern zwar, jedoch fehlte es mir an Spannung. Auch wurde meine Befürchtung, dass zu viele Namen auftauchen, leider bestätigt. Zwar wurde kein Wissen aus dem ersten Band vorausgesetzt, aber ich hatte trotzdem Probleme, die Verwandtschaftsverhältnisse der ganzen Personen zu überblicken. Ein weiterer Punkt, der mich sehr gestört hat, war, dass die beiden Schwestern sich zwanghaft Spitznamen geben müssen. So fallen ununterbrochen die Beinamen „Schwesterherz“ und „Maus“. Selbst an Stellen, an denen kein Spitzname angebracht war (z.B. „….“, sagte Schwesterherz.), wurde er dem Leser aufgezwungen. Ich habe auf einer Seite teilweise fünf mal ein und denselben Spitznamen gezählt, was mir eindeutig zu viel war.

Die Bezeichnung Krimiroman war für mich zwar zutreffend, da ich persönlich auch nicht nach einem reinen Krimi gesucht hatte, jedoch blieb für mich die Spannung gänzlich aus, was für mich enttäuschend war. Deshalb von mir 3 von 5 Sternen.

 

Das nächste Buch, das ich euch vorstellen möchte ist für mich ein Neuzugang und ich habe es schon auf mehreren Blogs gesehen und nun auch zugegriffen 🙂Dash und Lilys Winterwunder-_xxl

„Dash und Lilys Winterwunder“ ist auch für den Leser ein kleines Winterwunder.

Inhaltlich geht es um die Protagonisten Dash und Lily, die abwechselnd den Leser aus ihrer Sichtweise in ihre kleine Welt führen. Durch Zufall verbringen beide Weihnachten alleine zu Hause. Dash, weil er sich selbst dafür entschieden hat und Lily, weil ihre Eltern ihre Flitterwochen nachholen wollen. Was die beiden jedoch nicht gemeinsam haben ist, dass Dash Weihnachten hasst, und Lily die Weihnachtszeit für die schönste Zeit im Jahr hält. Durch ein rotes Notizbuch nehmen die beiden Kontakt miteinander auf und geben sich gegenseitig Aufgaben, um das Notizbuch an ungewöhnlichen Orten abzulegen, damit der andere es dort wiederfinden kann. Zunächst versüßen sich die beiden damit die einsame Weihnachtszeit, doch mit der Zeit beginnen beide, sich zu fragen, wie sie eigentlich zueinander stehen…

Mir hat die Geschichte der beiden sehr gut gefallen. Nicht nur, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit den beiden weitergeht, ich fand es auch immer toll, teilweise die gleiche Situation aus einer unterschiedlichen Perspektive betrachten zu können. Dadurch, dass das Buch zur Weihnachtszeit spielt, kam auch ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Allerdings hätte es von der Handlung her auch zu jeder anderen Jahreszeit spielen können. Trotzdem hat es sehr gut in die Weihnachtsstimmung hineingepasst.
Einen kleinen Abzug gibt es von mir eigentlich nur, weil ich immer mal wieder ein paar Passagen in dem Buch als langwierig empfunden habe. Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte um Dash und Lily sehr gut gefallen.


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