„Liebe findet uns“ von J.P. Monninger

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Liebe findet uns

J.P. Monningers „Liebe findet uns“ hat mich zunächst vor allem durch das hübsche Cover überzeugt. Es lässt einen sofort an eine romantische Geschichte denken, in die man gemütlich eintauchen kann.

Inhaltlich geht es um Heather und Jack, die sich auf einer Zugfahrt kennenlernen. Wir lesen das Ganze aus der Sicht von Heather, die mit zwei Freundinnen eine Europatour unternimmt, nachdem alle ihren Abschluss bekommen haben.

Bereits bei dem ersten Treffen fliegen zwischen Heather und Jack die Funken. Die liefern sich einen Schlagabtausch, bei dem man merkt, dass die beiden auf einer Wellenlänge sind. Ab dort entwickelt sich eine Beziehung, bei der sich die beiden nicht mehr voneinander trennen wollen. Bis Jack eines Tages doch verschwindet…

Der letzte Satz schmückt den Klappentext des Buches. Womit wir auch schon bei meinem ersten Kritikpunkt wären. Ich habe diese Tatsache während des Lesens immer im Hinterkopf gehabt und im Grunde ständig darauf gewartet, dass es passiert. Letztendlich verschwindet Jack erst im letzten Viertel des Buches, womit der Klappentext für meinen Geschmack eindeutig zu weit vorgreift.

Was mir an „Liebe findet uns“ aber besonders gefallen hat, war zum einen die Schreibweise. Es liest sich von Beginn an sehr flüssig und die Ausdrucksweise ist einfach angenehm. Auch die Dialoge sind so geschrieben, als würde man die Personen sprechen hören und die ein oder andere Stelle zum Schmunzeln gab es auch („hat Freud gesagt“).

Was viele an dem Buch bemängeln ist, dass die bereisten Orte nicht allzu detailreich beschrieben werden. Das war für mich persönlich gerade das gute, denn so hatte ich nicht das Gefühl, einen Reiseroman in den Händen zu halten, sondern dass der Fokus wirklich auf der Liebesgeschichte lag.

Dennoch muss ich leider eingestehen, dass mir keine der Personen so richtig ans Herz gewachsen ist. Alle blieben für mich auf eine merkwürdige Art stets oberflächlich und auch die vermeintlichen Höhepunkte der Geschichte, die in den zwei Streitereien von Heather und Jack liegen sollten, waren für mich nur schwer nachvollziehbar, weil sie sich an unnötigen Dingen hochgezogen haben, sodass mir diese als erzwungene Höhepunkte erschienen sind, die genauso schnell wieder vergessen waren, wie sie aufgetreten sind.

Zuletzt muss ich mich noch zu dem Ende äußern. Dass es relativ kurz gehalten war, fand ich eigentlich ganz gut. Für mich haben sich alle Fragen geklärt und es war auch noch ein wenig Spielraum für Überlegungen. Was mich allerdings enorm gestört hat, war die Vorhersehbarkeit des Ganzen. Die vermeintliche Wendung am Ende wurde für mich schon in einer vorherigen Szene so sichtbar angedeutet, dass das Ende für mich vorhersehbar war und mich auch überhaupt nicht mehr überraschen konnte.

Alles in allem ist „Liebe findet uns“ für mich zwar eine nette Liebesgeschichte, die sich auch nach und nach entwickelt und auch vom Schreibstil her wirklich überzeugt. Durch die Vorhersehbarkeit und die Oberflächlichkeit der Charaktere fehlt mir aber letztendlich das gewisse Etwas, sodass das Buch von mir 3 von 5 Sterne bekommt.

***Nagellack

Vielen Dank nochmal an das Lovelybooks-Team, das mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt hat. Zudem habe ich drei tolle Extras bekommen, die mir das Buchpaket noch ein wenig versüßt haben. Dabei waren nämlich ein Nagellack, eine Wimperntusche und ein Lippenstift von BeYu, die alle optisch auch super zu dem Cover des Buches passen.


„Little Secrets“ von M.G. Reyes

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img_20161015_164130483In „Little Secrets – Lügen unter Freunden“ von M.G. Reyes geht es um eine Gruppe von Jugendlichen, die sich (entgegen des Titels) größtenteils nicht kennen und aus den unterschiedlichsten Gründen gemeinsam in eine neue WG ziehen. Der Klappentext verspricht dunkle Geheimnisse unter den sogenannten Freunden, die für alle zu einem gefährlichen Spiel werden…

So viel sei schon einmal gesagt, von Gefahr ist hier bis auf die letzten Seiten nicht viel zu spüren. Die Handlung plätschert nur so dahin, die Dialoge sind größtenteils überflüssig und die enormen Zeitsprünge sollen wohl überbrücken, dass sich die Charaktere in der vergangenen Zeit näher gekommen sind, denn das Geschriebene lässt davon nichts erahnen. Von guten Freundschaften ist aber leider bis zum Schluss nichts zu spüren, denn obwohl sechs Jugendliche auf engstem Raum leben, scheint sich keiner so richtig zu kennen.

Bereits der Einstieg in das Buch ist mir unglaublich schwer gefallen. Die sechs Charaktere werden zunächst zwar alle nach der Reihe vorgestellt, aber in meinen Augen so farblos, dass sie wie ein Einheitsbrei an Jugendlichen erscheinen. Und dabei bleibt es leider das gesamte Buch über auch. Zudem wurden alle sechs aus den unterschiedlichsten Gründen mündig gesprochen und mal ist der Grund gut nachvollziehbar, bei dem ein oder anderen jedoch weniger. Die Autorin hätte sich einen Gefallen getan, wenn alle einfach etwas älter gewesen wären, vor allem, weil die Dialoge auch teilweise nicht altersgerecht formuliert sind, sondern doch eher zu Erwachsenen passen würden.

Eine Sache hat mich an dem Buch ungemein gestört und das ist der selbstverständliche Umgang mit Alkohol und Drogen. Den Abend vor einer Klausur noch vier Gläser Wein trinken? Kein Problem! Mal eben zum gemütlichen Quatschen an einer Bong ziehen? Warum nicht! Für mich ist das ganz und gar nicht akzeptabel und erst recht nicht, wenn ich an die Zielgruppe für solch ein Buch denke…

Letztendlich handelt es sich zudem noch um eine verkappte Trilogie, was dem Leser bis zum Schluss nicht bewusst gemacht wird. Die Handlung bricht mittendrin ab, wenn es endlich einmal verspricht, spannend zu werden. Der Leser wird mit unvollendeten Tatsachen abgespeist, aber ich persönlich hatte mich bereits an diese Umstände gewöhnt, da während des gesamten Buches immer mal wieder Handlungsstränge abbrachen und an keinster Stelle wieder aufgenommen wurden.
Ich werde die Fortsetzung auf jeden Fall nicht lesen, auch, wenn ich eigentlich gerne wüsste, wie es weitergeht. Aber dadurch, dass bis jetzt alle Geheimnisse direkt offengelegt und spätestens zwei Kapitel später aufgedeckt wurden, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass hinter der letzten offenen Frage allzu viel steckt.

Insgesamt bekommt „Little Secrets – Lügen unter Freunden“ von mir noch 2 von 5 Sternen, weil es sich, nach dem schweren Einstieg, recht flüssig lesen ließ und mir die Grundidee sehr gut gefallen hat.


„Krähenmutter“ von Catherine Shepherd

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img_20161015_121901930„Krähenmutter“ ist der erste Fall um die Ermittlerin Laura Kern des Landeskriminalamtes. Für mich war es zudem das erste Buch, das ich von der Autorin Catherine Shepherd gelesen habe.
Hier geht es um eine Kindesentführung des reichen Unternehmerpaares Nussbaum, die deshalb mysteriös ist, weil es keine Lösegeldforderung gibt. Zudem wendet sich der Kindesvater untypischerweise an die Presse, wodurch die Ermittler den Eindruck bekommen, dass es sich um eine geplante Entführung handeln könnte, damit Matthias Nussbaum Werbung in eigener Sache machen kann. Als dieser jedoch selbst verschwindet, bekommen Laura und Max Zweifel an dieser Theorie…

Das Thema des Thrillers hat mich sofort angesprochen. Die Möglichkeit, dass die Eltern hinter der Entführung des eigenen Kindes stecken könnten, hat für mich den Reiz des Buches ausgemacht. Leider verflüchtigt sich diese Theorie nicht nur sehr schnell, sie wird auch gar nicht so intensiv aufgenommen, wie zunächst vermutet. Die Mutter des Kindes wird direkt zu Beginn aus dieser Vermutung ausgeschlossen, da sofort klar wird, dass diese unschuldig ist und zudem von den Machenschaften von ihrem Mann keinerlei Kenntnis besitzt. Zudem hat mich von Anfang an die blinde Vernarrtheit in ihren Mann gestört, weshalb auch die Kindesentführung erst zustande kommen konnte. Dadurch nämlich, dass Sophie Nussbaum, während sie einen roten Lippenstift ausprobiert, in Phantasien über die Wiederkehr ihres Mannes schwelgt, ihr Kind völlig vergisst, kann sich jemand anderes problemlos des Kinderwagens bedienen.

Abgesehen davon war mir die Ermittlerin Laura Kern dagegen sehr sympathisch. Zwar handelt es sich auch hier um eine stereotypische Ermittlerin, die selbst schon einmal entführt wurde und damit ihr Päckchen zu tragen hat, aber ihre Ermittlung wird dadurch nicht behindert, sondern ganz im Gegensatz, sie setzt sich mehr als jeder andere für den Fall ein. Was dagegen eher unlogisch erscheint, sind die nächtlichen Joggingausflüge der Ermittlerin. Diese stehen im absoluten Kontrast zu ihren Ängsten.

Zuletzt noch ein paar Worte zu der Schreibweise. Diese ist aus der Sicht des allwissenden Erzählers, der zum Beispiel weiß, wie attraktiv die Ermittlerin auf andere wirkt, obwohl sie selbst unter den Narben ihrer Vergangenheit leidet. Was mich an dem ganzen leider gestört hat, war die ständige Wiederholung der Namen. Anstatt also beispielsweise nach dem Satz „Laura schaffte es…“ den nächsten mit „sie“ zu beginnen, folgt darauf erneut „Laura beschloss…“. Dadurch bin ich regelrecht permanent über die Namen gestolpert. Noch schlimmer war diese Erfahrung mit dem Namen Baby, der natürlich absichtlich verstörend sein soll, aber mich durch die ständige Wiederholung eher anecken ließ.

Alles in allem hatte ich zwar viel Spaß beim Lesen des Buches, weil es sich trotz allem recht flüssig lesen lässt und die Ermittlerin sehr sympathisch ist. Dadurch aber, dass sich das Buch oft selbst die Spannung nimmt, indem Zwischenkapitel aus der Sicht eines vor langer Zeit entführten Kindes bereits viele Hinweise auf die Lösung geben, ist das Ende des Buches alles andere als überraschend und auch die vermeintlichen Wendungen haben mich deshalb leider nicht verwundert. Deshalb vergebe ich für „Krähenmutter“ 3 von 5 Sternen.


„Liebeswunder und Männerzauber“ von Janet Evanovich

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wpid-img_20160317_115940992.jpg„Liebeswunder und Männerzauber“ von Janet Evanovich weicht sowohl optisch als auch vom Titel von der üblichen Stephanie-Plum-Serie ab. Dennoch geht es hier um Stephanie Plum, allerdings taucht hier der mysteriöse Diesel auf, der die Welt von Stephanie noch mehr durcheinander bringt, als es ohnehin schon immer der Fall ist…

In diesem Teil muss Stephanie Amor spielen und für die Kautionsflüchtige Annie in Liebesangelegenheiten ermitteln. Diesel übergibt ihr diese Aufgabe, damit die Angelegenheiten von Annie bis zum Valentinstag geregelt werden können. Also muss Stephanie innerhalb weniger Tage für fünf Klienten die wahre Liebe finden, damit diese den Valentinstag nicht alleine verbringen müssen.

Mir hat das Thema in diesem Band ganz besonders gut gefallen. Stephanie als Verkupplerin hat mir sehr gut gefallen und natürlich ist auch hier wieder Chaos vorprogrammiert, weil sich nicht unbedingt jeder verkuppeln lassen will oder schlicht und einfach nicht leicht zu verkuppeln ist.

Morelli und Ranger treten hier völlig in den Hintergrund, indem Morelli z.B. verdeckt ermitteln muss und damit von der Bildfläche verschwindet. Das ist an sich nicht schlimm, weil ja Diesel da ist. Allerdings sorgt Diesel nicht für die übliche prickelnde Spannung die ein Morelli oder ein Ranger erzeugen kann, obwohl es diverse Anspielungen gibt.

Alles in allem hat mit dieser Teil wirklich Spaß gemacht zu lesen, weil ich das Thema einfach klasse fand. Was mich jedoch gestört hat war die Kürze des Buches. Nicht nur, dass es wenige Seiten sind, sie sind auch kaum beschriftet, weil der Rand so groß ist. Hinzu kommt, dass die Formulierungen teils etwas abgehackt sind und von einer Situation in die nächste gesprungen wird, sodass nicht nur die Situationen kurzweilig waren, sondern auch automatisch ein schnelles Lesetempo entstand, weil man als Leser mit dem Erzähltempo mithalten muss. Dementsprechend war das Lesevergnügen sehr kurz und ich hätte mir viel mehr gewünscht, aber das ist ja auch irgendwo auch wieder ein Kompliment an den Autor, dass man mehr will 😉

Insgeamt vergebe ich 4 von 5 Sternen.


„Ich liebe dich bis in den Tod“ von Hannah Jayne

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Ich-liebe-dich-bis-in-den-Tod-9783440142646_xxlIn „Ich liebe sich bis in den Tod“ geht es um Sawyer, die mit dem Tod ihres Freundes konfrontiert wird, der bei einem Autounfall stirbt. Als wäre das nicht schon schlimm genung, findet Swayer kurz nach dem Unfall einen Zettel in ihrem Schließfach mit den Worten „Gern geschehen!“. Wer hat den Zettel geschrieben? HAndelt es sich um einen dummen Scherz? Oder gibt es jemanden, der mehr über ihre Beziehung zu Kevin wusste?
Diese und noch viele andere Fragen stellt sich der Leser schon zu Beginn des Buches, denn es gibt einen tollen Auftakt. Das Buch wird nie langweilig und die Spannung über Sawyers Stalker beibt eigentlich permanent erhalten. Sowohl der Leser, als auch Sawyer muss die Theorien über die Morde immer mal wieder überdenken, wodurch ein schöner Lesefluss entsteht.

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Leider sind bei mir trotzdem immer mal wieder Leseflauten aufgekommen und obwohl ich eigentlich permanent auf das Ende gespannt war, hatte mich das Buch zwischendurch nicht immer hundert prozentig gefesselt.
Dass es sich bei dem Buch um einen Jugendthriller handelt, hat mich dabei gar nicht gestört. Ich bin eigentlich ganz froh, wenn es mal nicht so blutig zugeht und habe andere positive Eigenschaften in dem Buch wiedererkannt: eine zerrüttete Familie; ein Teenager-Mädchen, das sich so keinem richtig anvertrauen kann bzw. dem auch nicht richtig zugehört wird; Mobbing; u.v.m.

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Alles in allem mochte ich das Buch und seinen Verlauf ziemlich gerne. Ein wenig enttäuscht war ich von dem Ende, weil es für mich etwas mehr hätte ausgebaut werden können aber davon verrate ich natürlich nicht mehr. Ansonsten handelt es sich hier aber um einen tollen Jugendthriller.


„Sehnsucht ist ein Notfall“ von Sabine Heinrich

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9783462046212In „Sehnucht ist ein Notfall“ von Sabine Heinrich geht es um Eva, die eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben ist. Doch plötzlich trennt sich ihre Oma von ihrem Opa und nun beginnt auch Eva darüber nachzudenken, ob eine langjährige Beziehung noch Sinn macht, nur weil man sich schon aneinander gewöhnt hat. Um sich von dem öden Alltagsleben zu entfernen und um eine Entscheidung fürs Leben zu treffen, machen sich Oma und Eva also von heute auf morgen auf den Weg nach Italien…

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Mir persönlich fiel der Schreibstil am Anfang etwas schwer. Ich wurde nur sehr langsam damit warm, weil es aus der Sicht der Enkelin geschrieben ist, die sehr oft flapsig daher redet. Auch hatte ich eher erwartet, dass das Buch sowohl aus der Sicht der Enkelin, als auch aus der der Oma geschrieben ist. Das hat mich dann im Laufe der Geschichte allerdings nicht mehr gestört.

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Inhaltlich hatte ich auch irgendwie etwas anderes erwartet, da wurde ich aber nicht allzu sehr enttäuscht. Die Reise nach Italien trifft zwar später ein, als ich dachte, aber das war nicht schlimm, da ich die vorherigen Ereignisse auch sehr spannend fand.
Auch hatte ich erwartet, dass es hauptsächlich um die Oma und die Trennung von dem Opa gehen wird, aber im Zentrum der Geschichte steht das (Liebes-)Leben der Enkelin Eva.

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Insgesamt mochte ich zwar die Geschichte um Evas Leben (mehr oder weniger) mit ihrer Oma, allerdings hat das Buch nicht ganz meine Erwartungen erfüllt und auch der Verlauf, den die Geschichte genommen hat, konnte mich letztendlich auch nciht ganz überzeugen. Trotzdem 3 Sterne, weil es sich wirklich gut lesen lässt, wnen man sich an den Stil gewöhnt hat und ein, zwei witzige Sprüche konnte ich auch für mich mitnehmen.


Weihnachtszeit ist Lesezeit

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Zur Weihnachtszeit spalten sich die (Lese-)Geister. Die einen können Weihnachtsbüchern absolut nichts abgewinnen und die anderen lesen zum Ende des Jahres nichts anderes mehr. Ich gehöre definitiv zu der zweiten Fraktion. Aber ich glaube in einem sind wir uns alle einig: Weihnachtszeit bedeutet Lesezeit. Wenn es draußen kalt und dunkel ist, gibt es nichts besseres, als sich mit einem guten Buch in eine warme Decke einzumuckeln, einen Tee zu trinken und bei Kerzenschein zu lesen.

 

Da ich zur Vorweihnachtszeit sehr gerne Weihnachtsbücher lese, habe ich mir dieses Jahr noch vorgenommen, bis Weihnachten zu ebendiesen Büchern zu greifen. Hierfür habe ich mir ein Buch vorgenommen, das schon ewig in meinem Bücherregal rumlungert und ich habe einen Neuzugang… Beide Kategorien möchte ich euch hier die nächsten Tage vorstellen.

 

o_du_moerderischeAls erstes habe ich Anne Georges „O du Mörderische“ gelesen. Dieses Buch steht schon mindestens fünf Jahre in meinem Bücherregal, wenn nicht noch länger. Ich habe es damals, als ich es mir gekauft habe, angefangen zu lesen, aber ich wurde nicht richtig warm damit. Im Prinzip handelt es sich bei diesem Buch um einen zweiten Teil, den ersten gibt es jedoch nur auf Englisch. Ich habe das damals beim Lesen gemerkt, denn es tauchen sehr viele Namen auf, die wahrscheinlich im ersten Teil eingeführt werden. Als ich nun aber wieder zu diesem Buch gegriffen habe, habe ich das nicht mehr als ganz so schlimm empfunden. Vielleicht, weil ich bereits darauf vorbereitet war…

Inhaltlich geht es um zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein können. Dennoch ist jede auf ihre Art liebenswert. Der Leser betrachtet das Geschehen aus der Sicht einer der beiden Schwestern, was mich zu Beginn etwas verwirrt hat, worüber ich später aber eigentlich ganz glücklich war. Dadurch kommen wir nämlich Patricia Anne sehr viel näher als ihrer Schwester Mary Alice, wodurch eine Verwechslungsgefahr ausgeschlossen bleibt. Im Prinzip sind die beiden Charaktere aber auch gut gezeichnet, sodass die beiden sowieso nicht zu verwechseln waren.

Als die beiden Schwestern die Weihnachtsparty einer Galerie besuchen, um endlich den Weihnachtseinkauf zu beginnen, machen sie u.a. Bekanntschaft mit der Galeristin. Am nächsten Tag müssen die beiden jedoch in den Nachrichten hören, dass diese noch am selben Abend gestorben ist. Die Schwestern wollen nicht an einen natürlichen Tod glauben, weshalb sie beginnen, auf eigene Faust zu ermitteln…

Leider konnte mich dieses Buch insgesamt nicht so wirklich begeistern. Ich mochte die beiden Schwestern zwar, jedoch fehlte es mir an Spannung. Auch wurde meine Befürchtung, dass zu viele Namen auftauchen, leider bestätigt. Zwar wurde kein Wissen aus dem ersten Band vorausgesetzt, aber ich hatte trotzdem Probleme, die Verwandtschaftsverhältnisse der ganzen Personen zu überblicken. Ein weiterer Punkt, der mich sehr gestört hat, war, dass die beiden Schwestern sich zwanghaft Spitznamen geben müssen. So fallen ununterbrochen die Beinamen „Schwesterherz“ und „Maus“. Selbst an Stellen, an denen kein Spitzname angebracht war (z.B. „….“, sagte Schwesterherz.), wurde er dem Leser aufgezwungen. Ich habe auf einer Seite teilweise fünf mal ein und denselben Spitznamen gezählt, was mir eindeutig zu viel war.

Die Bezeichnung Krimiroman war für mich zwar zutreffend, da ich persönlich auch nicht nach einem reinen Krimi gesucht hatte, jedoch blieb für mich die Spannung gänzlich aus, was für mich enttäuschend war. Deshalb von mir 3 von 5 Sternen.

 

Das nächste Buch, das ich euch vorstellen möchte ist für mich ein Neuzugang und ich habe es schon auf mehreren Blogs gesehen und nun auch zugegriffen 🙂Dash und Lilys Winterwunder-_xxl

„Dash und Lilys Winterwunder“ ist auch für den Leser ein kleines Winterwunder.

Inhaltlich geht es um die Protagonisten Dash und Lily, die abwechselnd den Leser aus ihrer Sichtweise in ihre kleine Welt führen. Durch Zufall verbringen beide Weihnachten alleine zu Hause. Dash, weil er sich selbst dafür entschieden hat und Lily, weil ihre Eltern ihre Flitterwochen nachholen wollen. Was die beiden jedoch nicht gemeinsam haben ist, dass Dash Weihnachten hasst, und Lily die Weihnachtszeit für die schönste Zeit im Jahr hält. Durch ein rotes Notizbuch nehmen die beiden Kontakt miteinander auf und geben sich gegenseitig Aufgaben, um das Notizbuch an ungewöhnlichen Orten abzulegen, damit der andere es dort wiederfinden kann. Zunächst versüßen sich die beiden damit die einsame Weihnachtszeit, doch mit der Zeit beginnen beide, sich zu fragen, wie sie eigentlich zueinander stehen…

Mir hat die Geschichte der beiden sehr gut gefallen. Nicht nur, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit den beiden weitergeht, ich fand es auch immer toll, teilweise die gleiche Situation aus einer unterschiedlichen Perspektive betrachten zu können. Dadurch, dass das Buch zur Weihnachtszeit spielt, kam auch ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Allerdings hätte es von der Handlung her auch zu jeder anderen Jahreszeit spielen können. Trotzdem hat es sehr gut in die Weihnachtsstimmung hineingepasst.
Einen kleinen Abzug gibt es von mir eigentlich nur, weil ich immer mal wieder ein paar Passagen in dem Buch als langwierig empfunden habe. Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte um Dash und Lily sehr gut gefallen.


„Charleston Girl“ von Sophie Kinsella

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Sophie Kinsellas „Charleston Girl“ ist für mich kein typischer Kinsella-Roman. Es geht hier zum einen um die Protagonsitin Lara, die seit einiger Zeit von Ihrem Freund getrennt ist und nich nicht darüber hinweg ist. Zum anderen geht es um ihre Großtante Sadie, die mit über hundert Jahren stirbt und am Tag ihrer Beerdigung als Geist erscheint. Lara ist jedoch die einzige, die sie sehen kann, weshalb sie ihrer Großtante dabei helfen muss, ihre verschwundene Halskette zu finden, damit sie gleichzeitig ihren Frieden finden kann.

Mir persönlich hat das Thema dieses Romans von Anfang an nicht so richtig gefallen, weshalb dieses Buch auch eine kleine Ewigkeit in meinem Bücherregal stand. Ich habe es damals trotzdem gekauft, weil ich mich bis jetzt in jedes von Sophie Kinsellas Büchern verliebt habe. Dieses hat es aber letztendlich leider doch nicht geschafft.
Zu Beginn wollten mir weder die Protagonistin, noch der geist von Sadie sympathisch werden. Als sie mir einigermaßen sympathisch waren, hat mir die Handlung nicht mehr zugesagt. Der schreibstil der Autorin war auch nicht, wie gewohnt, lustig, sodass ich höchstens einmal schmunzeln musste.

Leider kein typischer Kinsella, aber für Büchermenschen, die sich gerne mit dem Thema Geister beschäftigen, bestimmt ein kleines Highlight.


„Fräulein Jensen wird zur Traumfrau“ von Anna Hansen

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In Anne Hansens Roman „Fräulein Jensen wird zur Traumfrau“ geht es um den Versuch, sich durch ein 10-Punkte-Programm in eine Traumfrau zu verwandeln. Hannah Jensen hat sich hierfür einen Plan zusammengestellt, der sie u.a. zu einer Köchin, Fussballexpertin oder auch Schönheitsqueen machen soll. Chaos ist da natürlich vorprogrammiert, denn wie soll man all diese Dinge lernen, wenn man keine Ahnung davon hat. Doch ihre beste Freundin Pia steht ihr stets beiseite, wenn sich Hannah in die Arme der größten Experten auf diesen Gebieten begibt.

An diesem Buch hat mir ganz besonders der Schreibstil gefallen, der sehr locker und vor allem witzig war. auch Bilder un Tabellen lockern den Text immer mal wieder auf, was man ja eher selten in Romanen findet. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen und ich würde jeder Zeit wieder ein Buch von Anne Hansen lesen.


„Ich habe mich verträumt“ von Kristan Higgins

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Kirstan Higgins „Ich habe mich verträumt“ war mein erstes Buch der Bestseller-Autorin und es hat mich so richtig auf dem Geschmack gebracht.

In diesem Buch geht es um die quirlige Grace, die vor zwei Jahren von ihrem Verlobten drei Wochen vor der gemeinsamen Hochzeit verlassen wurde. Nun hat sie ganz besonders mit dieser Trennung zu kämpfen, weil ihr Ex-Verlobter sich jetzt in ihre kleinen Schwester verliebt hat und diese sich ebenfalls in ihn. Um ihre Schwester nicht zu kränken gibt Grace schließlich vor, einen Freund zu haben, um ihr zu zeigen, dass sie über Andrew hinweg ist. Gleichzeitig darf sich Grace jedoch über einen neuen, mysteriösen Nachbarn freuen, der dem Ideal ihres Traummannes ziemlich nahe kommt…

Mir hat dieser herrlich frische Frauenroman so gut gefallen, weil er durch die Art der Protagonistin so lustig wurde. Ihre Familie ist einfach einzigartig und auch ihr Hund Angus Mc Fangus hat für einige witzige Szenen gesorgt. Ich habe auf jeder Seite mit grace mitgefiebert und bis zum Schluß auf ein Happy End gehofft.
Dies war definitiv nicht mein letztes Buch von Kristan Higgins, denn nun weiß ich, was ich verpasst habe und ich habe einiges nachzuholen…!!!